Radtour von Mücheln zur Eichstädter Warte

Entfernung: ca. 22 km

Zeit für die Tour:  ca. 5 Stunden

Das Streckenprofil weist asphaltierte Straße, Kopfsteinpflaster, Radwege und Feldwege auf.

Die Fahrt beginnt in St. Ulrich. Dieser Ortsteil von Mücheln bietet mit dem Wasserschloss, dem Landschaftspark und dem ehemaligen Barockgarten die erste Möglichkeit sich mit Zeitzeugen der Geschichte im Oberen Geiseltal vertraut zu machen.

Das Wasserschloss St. Ulrich ist ein wertvoller, in unserer heimatlichen Umgebung seltener Pfahlbau. Der Ursprung des Schlosses liegt vermutlich in einer im 12. Jahrhundert errichteten Wasserburg. Die Bauanfänge liegen um die Zeit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Anwesen wird von einem Graben mit Geiselwasser umschlossen. Heute in Privatbesitz und nur von außen zu besichtigen. Weiter Infos finden Sie hier.

Der barocke Terrassengarten in Mücheln, OT Sankt Ulrich, fand bereits 1720 Erwähnung. Drei gleichhohe Terrassen begrenzt durch Kalkstein-mauern werden mittig durch ein sogenanntes Teehaus (seit 1955 leerstehend) ergänzt. Inzwischen wurde der Barockgarten anhand eines Planes von 1920 wieder instand gesetzt. Er ist jederzeit kostenfrei Besichtbar. Weitere Infos finden Sie hier.

Der Schlosspark in St. Ulrich ist ein Landschaftspark im englischen Stil. Seine landschaftliche Schönheit und Vielfalt der Pflanzen und Bäume, darunter sehr seltene Exemplare, sprechen den Botaniker an. Der Landschaftspark wurde um 1720 als Schlosspark parallel zum Barockgarten unter den von Breitenbauch angelegt. Nach 1945 kam es zu Verlusten, die Anlage wurde aber 1977 zum "Geschützten Park" erklärt. Weitere Infos finden Sie hier.

Auf dem Reinknechtsberg benutzen Sie ab der Reithalle den Radweg in Richtung Schmirma. Die Kirche des Ortes ist seit dem Jahre 1922 mit einer sehenswerten Deckenmalerei des halleschen Künstlers Karl Völker ausgestaltet. Die Deckenbilder des Künstlers werden zur Zeit restauriert und sind deshalb nicht an ihrem angestammten Platz sondern im Kunstmuseum Moritzburg in Halle und sind ab dem 17. Oktober dort auch vorübergehend ausgestellt.

Terminabsprachen für Kirchenöffnung: Herr Hans Werther   Tel.: (034632)22289 und Frau E. Schmidt,  Tel.: 0178/3021477.

Von Schmirma aus fahren Sie einen Feldweg in Richtung Oechlitz. Am Ortseingang direkt an der Hauptstraße lädt ein gut erhaltenes mächtiges Steinkreuz aus mittelalterlicher Zeit zu einem kurzen Halt ein.

Entlang der Hauptstraße durchqueren Sie den Ort und erreichen nach 2 km Langeneichstädt. eine gute Beschilderung der Sehenswürdigkeiten führt Sie zu einer wieder instand gesetzten Bockwindmühle am Barnstädter Weg (Führungen - Mühle, Herr Kertscher, Tel.: 0173/4344253).

Wenige Meter von dieser entfernt überqueren Sie die Eisenbahnstrecke Merseburg - Querfurt. Auf einem asphaltierten Weg haben Sie nach 10 Minuten Fahrzeit die Eichstädter Warte erreicht. Der 13 Meter hohe mittelalterliche Wachturm diente in alter Zeit zur Beobachtung des Umlandes. Bei Feldarbeiten wurde im Jahre 1987 ein Steinkammergrab freigelegt. Darin fand man eine 1,76 m große Menhirstele mit dem eingeritzten Bild einer Dolmengöttin. Infotafeln erläutern Ihnen die Steinkammergrab- und Wartegeschichte.

Zur Rückfahrt nutzen Sie die Verbindungsstraße von Schafstädt nach Langeneichstädt. Vor dem Bahnübergang in Langeneichstädt biegen Sie in Richtung der Ortschaft Wünsch ab. In der Nähe des Ortes entspringt die Quelle des Baches "Schwarze Eiche". Diese durchfließt das Tal mit seinen darin liegenden Orten und mündet bei Milzau in die Laucha.

An der Kirche in Oberwünsch sind an der südlichen Kirchenwand sehenswerte Grabplatten aus der Zeit des Barock angebracht.

In Niederwünsch können Sie eine Rast auf dem Wünscher Landhof einlegen. Vielleicht wird gerade frisches Brot gebacken?

In einem kleinen Museum gibt es zahlreiche Geräte aus Landwirtschaft, Handwerk und Hauswirtschaft zu sehen.Nachdem Sie Niederwünsch verlassen haben, überqueren Sie die "Schwarze Eiche" und radeln in Richtung Klobikauer Kippe. An deren Fuß können Sie sich entscheiden, ob Sie den Aussichtsturm "Seeblick - Klobikauer Höhe" besuchen wollen oder Ihre Fahrt in Richtung Stöbnitz - Mücheln fortsetzen möchten.

Mehrere Aussichtspunkte laden Sie zu einer Rast und einen Blick auf den See ein. Der Radweg führt Sie zum "Geschiebegarten", der Ihnen eine Auswahl der im Geiseltal während des Bergbaubetriebes sowie bei Sanierungsarbeiten aufgefundenen Geschiebeblöcke zeigt. Diese wurden durch eiszeitliche Gletscher aus dem Baltikum und Skandinavien hierher transportiert.

Auf dem Rückweg nach Mücheln haben Sie vom Aussichtsturm Stöbnitz nochmals einen herrlichen Blick auf den See und die daran angrenzenden Ortschaften. entlang am Ufer des Sees erreichen Sie das Viadukt in Mücheln.

Redaktion:Harry Günther

Quelle: Stadt Mücheln

Fotos: Recknagel

Diese Tour kann man auch mit Führung buchen

Dauer: ca. 5 Stunden (ca. 22 km Radtour)

Abfahrt: Hafen MARINA Mücheln – Hafenkontor

Leihgebühr für Fahrrad: pro Tag 7,00 € / Kinderräder 5,00 €

 

Ansprechpartner Herr Kaminsky (034632) 40162

 

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir Wert auf gute Fotos zu legen. Denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: 

juergen.krohn@ok.de