Extrem & Artenreich - Wanderung zu einem besonderen Trockenlebensraum in St. Micheln

Der Geo-Naturpark "Saale-Unstrut-Triasland" läd zu einer dreistündigen Wanderung zum Kohlberg in St. Micheln ein. Dabei handelt es sich um einen besonderen Trockenlegungsraum, der eines von drei langjährigen Naturschutzprojekten ist.

GF Susanne Hübner und BM Andreas Marggraf präsentieren die Tafel

Der Kohlberg ist ein Teil des FFH-Gebietes (Fauna-Flora-Habitat) “Müchelholz, Müchelner Kalktäler und Hirschgrund bei Branderoda”. Eine Informationstafel am Anger in St. Micheln, am Fuße des Kohlbergs, bietet Interessierten genug Wissenswertes, auch ohne eine spezielle Führung mitzumachen. An dieser Schautafel ist dann 10 Uhr Treffpunkt.

Dieses Naturschutzprojekt mit 1,4 Hektar Fläche gehört zu dem europäischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 und wird durch die EU und das Land Sachsen-Anhalt finanziert. Dieses Netzwerk hat zum Ziel, europaweit gefährdete Lebensräume und Arten zu erhalten und wieder herzustellen.

Während dieser Führung zum Trockenlegungsraum Kohlberg soll einerseits vermittelt werden, dass diese Gebiete gefährdet sind und ein Schutz der Flächen, Pflanzen und Tiere unbedingt notwendig ist. Andererseits ist es notwendig, Lösungen zu finden, um dieses 3-jährige Projekt, welches 2015 ausläuft, weiter am Leben zu erhalten. Nur so ist eine nachhaltige Erhaltung der gefährdeten spezialisierten Flora und Fauna in diesem Gebiet möglich, da eine mangelnde Nutzung und Beweidung der Fläche eine Gefahr darstellt.

.Durch das Offenhalten der Flächen ist es möglich, den sich hier angesiedelten Wärme liebenden Arten weiterhin einen geeigneten Lebensraum zu bieten und diesen zu erhalten. Zu ihnen zählen unter anderem Fledermaus, Kleine Hufeisennase, die seltenen Vogelarten Neuntöter und Sperbergrasmücke, die Schlingnatter und Zauneidechse, Kartäuser-Nelke und Purpur-Knabenkraut, Thymian und Silberdistel. Diese Arten können sich bei günstigen Voraussetzungen auf diesen Pflegeflächen ansiedeln bzw. haben es schon.

Die hier vorkommenden geologischen und klimatischen Bedingungen haben neue Entfaltungsmöglichkeiten geschaffen für Flora und Fauna. Man kann es auch einfach als überregionalen Migrationsweg bezeichnen. Pflanzen, die z.B. nur in Steppenregionen wachsen, haben hier ein zu Hause gefunden.

Ziel sollte sein nach den drei Jahren, in denen das Projekt durch die EU und das Land Sachsen-Anhalt finanziert wird, mit Unterstützung von Landwirten und Landwirtschaftsbetrieben, eine Weiterführung der gezielten Offenhaltung der Flächen durch Grünschnitt, Mahd und Beweidung mit Schafen zu erreichen.

Fazit ist, dass Öffentlichkeitsarbeit unbedingt notwendig ist, um auf diesen Landstrich mit Trockenrasen aufmerksam zu machen. Heute ist es noch ein Lebensraum und Rückzugsgebiet für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

 

Veranstalter: Naturpark Saale-Unstrut-Triasland e.V.

Unter der Altenburg 1

06642 Nebra

Telefon (034461)22086

 

Redaktion: Kathleen Brehme

Quelle: Geo-Naturpark-Saale-Unstrut-Triasland

Fotos: Geo-Naturpark-Saale-Unstrut-Triasland, Kathleen Brehme

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir Wert auf gute Fotos zu legen. Denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: 

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