Kellerführung im Kunsthaus Tiefer Keller

Über eine steile Treppe geht es einige Meter nach unten. Da im Mittelalter die Menschen etwas kleiner waren als wir heute, müssen  einige doch sehr auf ihren Kopf achten um nirgends anzustoßen.

Unten angekommen gibt es erst einmal, einige allgemeine Informationen über Bau, Entstehung und technische Details. Interessant ist auch, dass diese Mittelalterliche „Klimaanlage“, wie man den Keller mit gutem Gewissen nennen kann, noch heute funktioniert.

Auf der Karte ist dargestellt, welche immensen Ausmaße die Kelleranlagen haben und was davon noch existiert bzw. was freigelegt und zugänglich ist.

Da die Keller in zwei Etagen angelegt wurden, müssen weitere Treppen passiert werden. Zu jedem einzelnen Kellergewölbe gibt es vom Führer noch  spezielle Erläuterungen.


Die obere Kellerebene liegt teilweise nur wenig unter dem heutigen Erdboden. Früher waren über den Kellern Häuser errichtet. Die Nutzung erfolgte in erster Linie als Lager für Lebensmittel und Bier, was im Mittelalter ja auch als Lebensmittel galt.

Aber auch Brunnen waren in die Keller eingebaut, welche teilweise sogar durch die Kellerdecke vom Haus aus genutzt werden konnten.

Zum Schluss der Führung wird an Hand einer Schalung, wie sie früher verwendet wurde, erläutert, wie die Keller errichtet wurden. Die meisten der Keller sind heute leider nicht mehr zugänglich bzw. wurden nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Schutt der zerbombten Häuser verfüllt. Ein Blick durch eine Seitentür lässt erahnen, welcher Aufwand hier bisher getrieben werden musste, um die Keller in den jetzigen Zustand zu versetzen. Da wartet noch eine Menge Arbeit.

 

Gruppen jederzeit nach Absprache möglich. Telefon: 03461 28 90 40 oder 03461 28 99 23 2

Anreise: Der Tiefe Keller ist mitten im historischen Stadtkern Merseburgs gelegen. Er ist aus allen Richtungen sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß und mit dem Auto zu erreichen.

Vom Bahnhof Merseburg liegen die Keller ca. 2,5 km und wenige Gehminuten entfernt. In unmittelbarer Nähe sind auch die Parkplätze Ölgrube und Rischmühle gelegen.

Redaktion: Herr Recknagel

Fotos: Herr Recknagel

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